Krankenkassenvergleich in Basel und Schweiz

Jedes Jahr werden die Krankenkassenprämien in der Schweiz erhöht. Mit einem Krankenkassenvergleich und Wechsel der Krankenkasse lassen sich einige Franken sparen. Neben der Grundversicherung gibt es vor allem im Bereich Zusatzversicherung viel Sparpotential. einbasel.ch erklärt worauf es bei einem Wechsel und Vergleich der Krankenkasse ankommt.

Krankenkasse Vergleich Schweiz Geld Franken

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Info: einbasel.ch ist eine ehmalige Webseite der Initiative für ein gemeinsames Basel und Zusammenlegung der Kantone. Diese Initiative ist jedoch gescheitert. 

Grundversicherung in der Schweiz Pflicht

Seit 1996 ist jeder Schweizer oder in der Schweiz Lebender dazu verpflichtet eine Grundversicherung abzuschließen. Diese übernehmen die wichtigsten Leistungen im Krankheitsfall, z.B. bei einem Unfall oder während der Schwangerschaft. Eine Familienversicherung, ähnlich wie im Nachbarland Deutschland, gibt es in der Schweiz nicht. Das Besondere an der Grundversicherung ist, dass die Leistungen der Krankenkassen fest definiert sind und somit identisch sind, die Prämien jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse variieren. Werden beim Patienten Leistungen außerhalb der Grundversicherung erbracht, muss der behandelnde Arzt darauf hinweisen. Durch einen Krankenkassenvergleich lassen sich einige Schweizer Franken im Jahr sparen, ohne dabei auf Leistungen verzichten zu müssen. Der Wechsel erfolgt immer zum Jahresende, die Kündigung muss per Einschreiben bei der alten Krankenkasse bis zum 30. November eingegangen sein.

Tipp: Die Krankenkassen in der Schweiz sind verpflichtet jeden Menschen eine Grundversicherung anzubieten. Sie können also auf Grund gesundheitlicher Probleme nicht abgelehnt werden.

Zusatzversicherung Vergleich

Neben der obligatorischen Grundversicherung besteht die Option einer Krankenzusatzversicherung. Diese ist sehr beliebt und bereits mehr als 80% der Schweizer besitzen eine solche Zusatzversicherung. Da die Grundversicherung nur die notwendigen Kosten übernimmt, lohnt es sich fast immer eine zusätzliche, private Krankenversicherung abzuschließen. Diese bietet den Vorteil, dass die Leistungen auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten werden können. Menschen, die häufig beim Zahnarzt sind können besondere Leistungen bei der Zahnbehandlung in Anspruch nehmen, ebenso wie z.B. Menschen die alternative Heilmethoden bevorzugen.  Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Krankenkzusatzversicherung:

  1. Spitalzusatzversicherung
  2. ambulante Zusatzversicherung

Eine Zusatzversicherung kann eine Vielzahl von Bereichen im Gesundheitswesen abdecken wie z.B.

  • Zahnbehandlung
  • Kuren
  • Medikamente
  • Brillen und andere Sehhilfen
  • Vorsorge und Impfungen
  • Hauspflege
  • etc.
Zusatzversicherung Vergleich Krankenkasse

Formular für eine Zusatzversicherung in der Schweiz

Zusatzversicherung kann verweigert werden

Im Gegensatz zur Grundversicherung sind die Krankenkassen nicht verpflichtet, jeden eine Zusatzversicherung anzubieten. Gibt es Patienten, die offensichtlich in Zukunft hohe Kosten verursachen werden, kann die Krankenkasse sich weigern und den Zusatzversicherungsvertrag ablehnen.

Kosten der Zusatzversicherung

Wie teuer eine Zusatzversicherung in der Schweiz ist, lässt sich pauschal schlecht sagen. Hier kommt es vor allem sehr stark auf den gewünschten Leistungsumfang. Werden nur kleinere Zusatzvereinbarungen beansprucht, ist dies mit wenigen Franken im Monat abgedeckt. Wer hingegen eine umfangreiche Zusatzversorgung wünscht und auch Vorsorgeuntersuchungen und spezielle Behandlungen z.B. vom Chefarzt wünscht, kann im Monat auch schnell einen dreistelligen Betrag bezahlen. Interessenten sollten sich mehrere Offerten von den Krankenkassen einholen, um den für sich besten Vertrag zu finden.

Krankenkassenvergleich in der Schweiz: Beste Grundversicherung 2016

Ein Krankenkassenvergleich ist in der Schweiz vor allem aus einem Grund sinnvoll: Um eine nicht unwesentliche Menge Geld zu sparen. Während die Leistungen bei allen Unternehmen und für alle Eidgenossen gleich sind, fallen die Prämien stark unterschiedlich aus. Das erleichtert den Vergleich der Krankenkassen, da sich der Blick einzig auf die Kosten richten muss.

Durchschnittlich steigen die Beiträge 2016 in der Schweiz um rund 4 Prozent. Je nach Versicherer und Modell sind die Mehrkosten aber unterschiedlich hoch. Anders als beispielsweise im Nachbarland Deutschland richten sich die Prämien nicht nach dem Einkommen, sondern werden mit einer Kopfprämie gleichmäßig auf die Versicherten verteilt. Daher sind die Versicherten stark von der Entwicklung ihrer Krankenkasse abhängig. Laut comparis.ch wird die Krankenversicherung für über eine Million Eidgenossen um mehr als 10 Prozent teurer. Ein Krankenkassenvergleich lohnt sich ohnehin für alle Schweizer, denn in jedem Kanton liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter Welten.

Mit Krankenkassenvergleich über 1.000 Franken pro Jahr sparen
Der Krankenkassenvergleich bietet in der Schweiz eine immer geringer werdende Auswahl. Nach und nach haben immer mehr Unternehmen ihr Versicherungsgeschäft aufgegeben oder sind mit anderen Kassen fusioniert. 2016 zählt das Bundesamt für Gesundheit noch 57 Krankenkassen in der Schweiz. Der Großteil beschränkt sich auf einen geringen Kundenstamm oder eine kleine Region. 34 Krankenkassen haben weniger als 100.000 Kunden. 18 Anbieter betreuen zwischen 100.000 und 500.000 Schweizer, nur fünf Anbieter haben mehr als 500.000 Versicherte.

Wie können Schweizer bei der Vielzahl der Optionen durch einen Krankenkassenvergleich die passende Versicherung finden?

Die fünf günstigsten Krankenkassen laut einem Test des Deutschschweizer Konsumentenmagazin K-Tipp sind:

  • Assura,
  • Mutuel Assurances,
  • Avenir,
  • Philos und
  • Sana.

Für eine Grundversicherung mit 300-er-Franchise ist die Assura mit durchschnittlich 321 Franken pro Monat mit Abstand am günstigsten. Der Vergleich von 20 Krankenkassen in 78 Orten wurde im Oktober 2014 durchgeführt und berücksichtigt somit noch nicht die Prämienangleichungen für das Jahr 2016. Außerdem ist er nur auf ein bestimmtes Modell und eine einzige Franchise ausgelegt.

Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, die Anbieter online und somit innerhalb kürzester Zeit zu vergleichen. Das hat den großen Vorteil, dass die Resultate genau auf den User abgestimmt sind. Durch die Eingabe der Postleitzahl, das Alter sowie die aktuelle Krankenkasse wird sofort das persönliche Einsparpotenzial deutlich.

Exemplarisch lässt sich der große Preisunterschied anhand eines Züricher Bürgers verdeutlichen. In der Grundversicherung mit einer 300-er-Franchise und ohne Unfalldeckung berechnet die Wincare 475,40 Franken pro Monat. Deutlich günstiger ist die SLKK Zürich mit gerade einmal 329 Franken über den gleichen Zeitraum. Pro Jahr summiert sich der Unterschied auf fast 1.757 Franken – für eine Grundversicherung mit identischen Leistungen!
Dieses Beispiel lässt sich beliebig auf andere Regionen übertragen. Außerdem können alle Altersklassen sparen, von den jungen Erwachsenen bis 26 Jahren bis hin zu Kindern.

Krankenkassenvergleich: Höhere Franchise senkt Kosten

In der Krankenversicherung stehen den Schweizern weitere Möglichkeiten offen, um das Portemonnaie zu entlasten. Durch eine höhere Franchise können die monatlichen Kosten gesenkt werden. Auf der anderen Seite müssen sich die Versicherten stärker an medizinische Behandlungen beteiligen. Dies kann sich für junge und fitte Eidgenossen bezahlt machen, bei einer plötzlich auftretenden Krankheit aber auch zu einem „Eigentor“ werden.
Bleiben wir bei dem Beispiel eines Züricher Versicherten: Mit der höchsten Franchise von 2.500 Franken werden bei der Wincare pro Monat 355,40 Franken fällig. Die SLKK Zürich berechnet lediglich 208,40 Franken. Hier kann der Züricher bei einem Wechsel in 12 Monaten 1.764 Franken einsparen. Im Vergleich zur niedrigeren Franchise sind die Prämien um 63 Prozent geringer.
Alternative Modelle im Krankenkassenvergleich berücksichtigen
Darüber hinaus stehen bei der Krankenversicherung neben der Grundversicherung mit freier Arztwahl auch weitere Modelle zur Auswahl, mit denen sich die Beiträge für die Krankenkasse reduzieren lassen:

  1. HMO: Dieser Begriff bezeichnet eine Gruppenpraxis, das sich aus einem Netz von Allgemeinmedizinern, Therapeuten und Spezialisten zusammensetzt. Der Versicherte bindet sich fest an eine HMO-Organisation und verliert dadurch an Flexibilität. Vorteile: Es müssen weder Franchise noch Selbstbehalt entrichtet werden, der Versicherte muss sich also anders als üblich gar nicht an Behandlungskosten beteiligen. Außerdem verspricht das HMO-Modell eine Ersparnis von bis zu einem Viertel der Prämien.
  2.  Hausarzt: Alternativ können sich Schweizer auch dazu bereit erklären, immer als erste Maßnahme ihren Hausarzt aufzusuchen. Erst wenn es aus medizinischer Sicht zwingend notwendig ist, verweist der unabhängig praktizierender Arzt die kranke Person zu einem Spezialisten. Die Ersparnis liegt etwa zwischen 5 und 15 Prozent.
  3. Telmed: Vor dem ersten Arbeitsbesuch verpflichten sich Schweizer in diesem Modell zu einer telefonischen Erstberatung. Dies soll die ambulanten Kosten senken, die in den letzten Jahren deutlich stärker als die Spitalkosten gestiegen sind.

Rechnet man alle möglichen Einsparungen zusammen, lassen sich die Kosten für die Krankenkasse gegenüber einer ordentlichen Grundversicherung leicht um die Hälfte oder mehr senken. Dafür muss ein Versicherter allerdings nicht nur die Krankenkasse wechseln. Außerdem muss er oder sie auch die Franchise von 300 auf 2.500 erhöhen und zusätzlich ein alternatives Modell präferieren. Dieses Modell muss aber auch den eigenen Vorstellungen entsprechen und sollte nicht nur aus Kostengründen ausgewählt werden. Ebenso ist eine Erhöhung der Franchise für chronisch Kranke oder alte Schweizer nur wenig sinnvoll, da der Vorteil sehr wahrscheinlich durch höhere Behandlungskosten zum Nachteil wird.

Darüber hinaus können beim Krankenkassenvergleich auch weitere Aspekte wichtig sein. Dazu zählt die Kundenzufriedenheit mit dem Unternehmen. Jährlich führt comparis.ch zu diesem Zweck eine nicht-repräsentative Umfrage durch. Im Jahr 2015 liegt die Aquilana mit 5,5 von 6 Punkten vorn. Das entspricht der Note sehr gut. Den zweiten Platz teilen sich die Agrisano und Swica (jeweils „gut“ mit 5,3 Punkten). Danach folgen die KPT / CPT und Progrès mit 5,2 Punkten. Zehn weitere Unternehmen erreichen ebenfalls eine gute Note.

Krankenkassen vergleichen und wechseln

Wer eine günstige Krankenkasse gefunden hat, muss im ersten Schritt ordnungsgemäß kündigen. In der Regel beginnt die Krankenversicherung mit dem Kalenderjahr und kann somit per 1. Januar gekündigt werden. Dabei müssen Schweizer eine Frist von einem Monat einhalten. Dementsprechend muss die Kündigung dem Versicherer bis zum 30. November vorliegen. Entscheidend ist nicht der Tag, an dem das Schreiben verschickt wird, sondern an dem es bei der Krankenkasse eintrifft. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt eine schriftliche Kündigung, die rechtzeitig bis zum 15. November verschickt werden sollte.

Als Nachweis ist ein Einschreiben oder „A-Post Plus“ sinnvoll.
Im gleichen Atemzug müssen sich Versicherte bei einer anderen Krankenkasse anmelden. Dies ist problemlos möglich, da die Krankenversicherung niemandem verwehrt bleiben darf. Anders als in der Zusatzversicherung sind Alter oder Gesundheitszustand unerheblich.

Auch bei einem Wechsel des Modells, zum Beispiel vom Hausarztmodell zurück zur Grundversicherung, bleibt bis zum 30. November Zeit. Das gilt ebenso für die Wahl einer tieferen Franchise – also wenn etwa eine Versicherte statt 1.500 nun 500 Franken als Franchise auswählt. Die Umstellung auf eine höhere Franchise ist hingegen auch spontan erlaubt: Per schriftlicher Mitteilung kann die Franchise noch bis zum 31. Dezember erhöht werden.

Krankenkassen Vergleich nicht nur für Baseler